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Vom 20.02.07 um 00:40 Uhr von maren (ProBlogger)
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Mehr als eine Alternative für Schokolade: Carob

Johannesbrotbaum
Johannesbrotbaum (Bild: Wikipedia)
Das braune Carob-Pulver erinnert an Kakao. Aber Carob ist kein „Ersatz“, sondern eine gute Alternative.

Carob ist ein Bio-Klassiker, den es bis heute nicht im Supermarkt gibt. Menschen, die keine Schokolade essen dürfen oder wollen, sollten einmal Carob probieren, wenn sie es noch nicht kennen. Denn wie Kakao lässt sich Carob zu Tafeln, Riegeln, Aufstrichen, Gebäck, Getränken und vielem mehr verarbeiten. Es ist fruchtig, karamellig, malzig mit einer weichen natürlichen Süße.
Quelle sind die Früchte des Johannisbrotbaums (Ceratonia siliqua), der in mediterranen Küstenregionen wächst. Bis zu 20 Meter hoch können die immergrünen Bäume werden und zudem sehr alt. Botanisch gehören sie zur Familie der Hülsenfrüchte. Die Früchte des Johannisbrotbaumes sind lange braune Schoten, die erst mindestens ein Jahr reifen müssen. Sie werden seit tausend Jahren von Hand geerntet. Das Carob-Pulver wird gewonnen, indem das süße Fruchtfleisch der Schoten schonend geröstet und gemahlen wird.
Carob enthält weniger Fett und Kalorien als Kakao. Durch seine natürliche Fruchtsüße muss nur wenig zusätzlich gesüßt werden. Carob ist reich an wertvollen Vitaminen und Mineralien, wie beispielsweise Vitamine der B-Gruppe, Eisen und Kalzium. Gleichzeitig ist es frei von Stoffen wie der im Kakao enthaltenen Oxalsäure, die die Aufnahme von Mineralien im Organismus behindert. Im Gegensatz zu Kakao ist Carob reich an Ballaststoffen und unterstützt die Verdauung. Besonders interessant sind die Resultate zweier Studien des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE): Das entzuckerte Fruchtmark von Carob-Schoten senkte kurzfristig die Bluttfettwerte und kurbelte sogar die Fettverbrennung an. Die Forscher nehmen an, dass das synergetische Zusammenspiel sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe für den Effekt verantwortlich ist. Mit Naschen die Fettverbrennung in Gang bringen? Das wäre natürlich klasse. Aber für konkretere Aussagen muss weiter geforscht werden.


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Tags: Carob, Johannisbrotbaum, Kakao
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6 Kommentare

Kommentar vom 01.08.08 um 11:45 von Kenneth Staker
Als Liebhaber von Kakao in allen Formen kann ich die Aussage, dass Carob eine Alternative zu Kakao ist, in keiner Hinsicht unterschreiben.
Ich habe im Reformhaus eine Dose gekauft und versucht, damit sowas eine Getränk zu fabrizieren. Der erste Geschmack erinnert an Kakao, aber das war es dann auch. Der Nachgeschmack ist abstoßend.
Soviel zu meiner ehrlichen Meinung. Es scheint, dass die Vorzüge immer nur abgeschrieben werden, ohne dass jemand das Zeug wirklich mal probiert.


Kommentar vom 18.09.08 um 17:10 von frauke
Dem kann ich mich nur anschliessen, Carob ist was den Geschmack angeht wirklich ekelig.


Kommentar vom 01.05.09 um 10:23 von Georg
Also, meinen Vorrednern kann ich mich nicht anschließen, aber verurteilen tue ich ihre Meinung auch nicht. Die Industrie ist schuld daran: was bedeutet Kakao-Ersatz?! Warum muss Kakao "ersetzt werden"? Kakao schmeckt wunderbar, bringt aber manch gesundheitlichen Nachteil mit sich, was die Karuben nicht tun und deswegen für mich in Frage kamen. Ich hab gerade ein Getränk mit Karubenpulver ("Kakaoersatz...") ausprobiert und muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen. Der Geschmack ist süßlich, aber nicht süß. Das hat mir gefallen, viel Süße vertrage ich nicht; mag sein, dass ich ein Asket bin! Eklig ist der Geschmack aber auf keinen Fall gewesen, aber wirklich auf keinen! Ich würde den Geschmack eher mit "leicht herb-karamelartig süßlich" beschreiben, eventuell ist es das Herbe (im Sinne von "Pflanzliche", anders kann ich es nicht beschreiben), was einem so schmeckt... Aber mehr habe ich auch nicht erwartet und auch nicht gewollt! Ich wollte den Kakao nicht ersetzen. Ich kann nur sagen, Karobpulver schmeckt wunderbar.


Kommentar vom 10.05.09 um 22:23 von maren
Also ich find den Carob-Aufstrich lecker! Und schokoladig sieht er auch aus...


Kommentar vom 11.07.09 um 14:33 von Sylvia
Für konventionelle Esser sind reine Bioprodukte sowieso meist zu fad, zu lasch, zu bitter, zu sauer etc.
Wer aber als Vegetarier oder Veganer lebt und somit nicht die industiellen Fertigprodukte mit viel Umami, Hefe oder Salz als Geschmacksverstärker oder raffineriertem Zucker verspeist, kann den ursprünglichen, natürlichen Geschmacksnoten recht schnell etwas abgewinnen. Es ist alles eine Frage der inneren Einstellung und Überzeugung. Das positive Herangehen an Unbekanntes, aber wissentlich Gesundes bietet Geschmackserlebnisse; das skeptische Herangehen oder eine vorgefertigte Erwartungshaltung blockiert nur auf dem Weg zur Erkenntnis. Erst zur Erkenntnis über gesunde Ernährung später zur Erkenntnis über unser Verhalten unseren Mitgeschöpfen und der Natur gegenüber und letztendlich zur Erkenntnis über den Sinn des Lebens.
Mögen alle Leser dieses Kommentares gesund bleiben und hoffnungsfroh-optimistisch mit Leichtigkeit durchs Leben gehen.


Kommentar vom 17.07.09 um 01:16 von maren
Welch wahre Worte! Wunderbar.


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